Neue Handreichung für Betroffene von sexualisierter Gewalt
Das Bistum Hildesheim veröffentlicht neuen Wegweiser im Hilfs- und Beratungssystem
In den vergangenen Jahren haben sich die Strukturen zur Unterstützung von Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim stark weiterentwickelt. In der Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung wurden neue Stellen geschaffen und darüber hinaus externe Angebote aufgebaut und verfestigt. Die Vielzahl an Angeboten, Rollen und Zuständigkeiten kann schnell unübersichtlich werden.
Aus diesem Grund hat die Stabsabteilung zusammen mit dem Betroffenenrat Nord und der Betroffeneninitiative Hildesheim eine Handreichung für eine schnelle Orientierung erarbeitet. Sie bietet einen Überblick über die Kontaktstellen und erklärt anhand konkreter Situationen, welches Angebot an welcher Stelle hilfreich sein kann. Die Handreichung richtet sich ausdrücklich nicht nur an direkt Betroffene, sondern auch an ihr soziales Umfeld: Sie tragen als Co-Betroffene das Leid mit und können ebenfalls Hilfe und Beratung in Anspruch nehmen.
Im Wenn-Dann-Schema sind typische Situationen aus der Betroffenenperspektive beschrieben, um Anhaltspunkte dafür zu bieten, welche Kontaktstelle für welches Anliegen passend ist. Das Dokument ist interaktiv. Per Mausklick kann man von einem Szenario direkt zur dazugehörigen Kontaktstelle gelangen.
Die Handreichung ist ein erster Aufschlag, der in den nächsten Jahren mit den Betroffenenvertretungen weiterentwickelt werden soll. Sie ist vorerst nur digital verfügbar, soll später aber als Druckversion beispielsweise in den Pfarreien ausliegen. Feedback kann erfolgen an die Mailadresse aufarbeitung(ät)bistum-hildesheim.de.


