Das institutionelle Schutzkonzept

Warum benötigen unsere Einrichtungen und Pfarrgemeinden ein institutionelles Schutzkonzept und was bedeutet das?

Sie haben Bedenken und denken sich vielleicht…

 

  • Wir wollen niemanden unter Generalverdacht stellen

Zu Recht! Die allermeisten Menschen lehnen sexualisierte Gewalt scharf ab. Und die meisten würden auch gerne etwas dagegen tun. Ein Schutzkonzept gibt Ihnen die Möglichkeit, aktiv zu werden.

  • Machen wir uns mit einem Schutzkonzept nicht verdächtig?

Ganz im Gegenteil. Mit einem Schutzkonzept unterstreichen Sie, dass Ihre Einrichtung oder Ihr Träger dem Schutz der Ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen höchste Bedeutung beimisst. Das ist ein Qualitätsmerkmal!
 

  • Was sollen wir noch alles tun?

Sicher, ein Schutzkonzept ist mit Arbeit verbunden. Doch auch andere Sicherheitsmaßnahmen wie Brandschutz oder Erste Hilfe bedeuten zusätzlichen Aufwand – und verbleiben trotzdem nicht. Warum sollten wir also beim Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt Abstriche machen?
 

  • Ich bin Priester, ich bin pastorale/r Mitarbeiter/in… und kein/e Sozialarbeiter/in!

Richtig! Sie sollen nicht die Kompetenz der Fachberatungsstellen ersetzen. Es genügt zu signalisieren, dass Sie und Ihre Einrichtungen für die Problematik sensibilisiert und jeder Zeit ansprechbar sind und wissen, wer weiterhelfen kann.

 Das institutionelle Schutzkonzept ermöglicht jedoch...

 

  • eine reflektierte Auseinandersetzung

mit institutionellen Begebenheiten, Strukturen und Umgangsweisen,
 

  • es gibt Orientierung und Sicherheit

und fordert dazu auf, Verantwortung für die Sicherheit der Kinder, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Schutzbefohlenen zu übernehmen,
 

  • es dient dem Etablieren eines wertschätzenden und grenzachtenden Umgangs

im Arbeitsalltag und den zahlreichen Begegnungsmöglichkeiten in den Einrichtungen,
 

  • es schafft Vertrauen

und signalisiert nach außen und innen, dass mit dem Thema auf breiter Basis verantwortungsvoll und professionell umgegangen wird,
 

  • es ist ein erkennbarer Qualitätsentwicklungsprozess

mit dem Ziel, eine Kultur des Respektes, der Achtsamkeit und Grenzachtung einzuführen, nachhaltig zu fördern und administrativ zu implementieren.

Viele Hände umfassen einen alten Fußball.

Das institutionelle Schutzkonzept beschreibt systematisch die Bemühungen des Trägers, die verschiedenen Maßnahmen unserer Präventionsordnung zu einem verbindlichen Gesamtkonzept zusammenzufügen und festzuschreiben, nach dem Motto: „Das ist Standard in unserer Pfarrei und Einrichtung …“

Zu den Maßnahmen

 


Außerdem wird in einer Präventionsordnung festgelegt, wie das Bistum Hildesheim die Vorgaben der Deutschen Bischofskonferenz zur „Prävention von sexuellem Missbrauch (sexualisierter Gewalt) an Minderjährigen und Schutzbefohlenen“ umsetzen wird.

Zur Präventionsordnung