Prävention in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit

Zwei Frauen unterhalten sich auf einer Parkbank.

Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen, sind auf der Suche nach einem sicheren Ort.

Ihre Hoffnungen richten sich auf ein gefahrloses und geschütztes Leben. Vielfach haben sie bereits Gewalt und sexuelle Gewalt erlebt. Gerade unbegleitete und von ihren Familien getrennte Minderjährige, geistig und körperlich behinderte Kinder/Jugendliche oder solche, die traumatische Erfahrungen durchleben mussten, sind aber aufgrund ihrer Abhängigkeit und der begrenzten Fähigkeit sich selbst zu schützen, besonders gefährdet (erneut) Opfer von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden.

Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, in unserem Bistum auch in der Arbeit mit Flüchtlingen, die Prävention sexueller Gewalt als Qualitätskriterium unseres Handelns zu berücksichtigen und so weiter dazu beizutragen, dass die Willkommenskultur einen sicheren Ort des Lebens ermöglicht.

Die bereits initiierten Maßnahmen zur Prävention sexueller Gewalt in der Arbeit hauptamtlich Tätiger im Bistum Hildesheim geben eine „Leitschnur“ vor: Gelungene Prävention sexueller Gewalt umfasst verschiedene Elemente.

Zu beachten ist also nur, dass das, was bereits angewendet wird, auch beim ehrenamtlichen Einsatz in der Flüchtlingshilfe selbstverständlich wird. Dies wird bereits in Teilen des Bistums verwirklicht.

Zur Erinnerung: Die Präventionsordnung sieht vor, dass ein Schutzkonzept für jeden Bereich – somit auch für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen – „maßgeschneidert“ wird. Es empfiehlt sich dies gemeinsam mit den Ehrenamtlichen zu tun. Auch Flüchtlinge selbst sollen in geeigneter Weise einbezogen werden.
 

Dieses partizipative Vorgehen unterstützt den Ansatz, kultursensibel von den Schutzbefohlenen her zu denken und ihnen zugleich zu signalisieren, worum es geht.

Ziel:

Setzen Sie sich mit allen Akteuren in Ihrem örtlichen Willkommensprojekt bzw. Netzwerk zusammen und entwickeln Sie gemeinsam eine Umsetzungsidee.

 

Leitfragen können sein:

  • Nach welchen Kriterien wählen wir ehrenamtlich Tätige aus?
  • Was sind unsere Regeln für Nähe und Distanz (Verhaltenskodex)?
  • Wie sehen Beratungs- und Beschwerdewege aus, wenn es zu einem Vorfall kommt?
  • Wie werden diese Wege für alle transparent und zugänglich?

weitere mögliche maßnahmen

 

 

Spezielle Hilfeangebote in der Diözese

Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e. V. - Kriseninterventionszentrum (KIZ)

Marienstraße 28
30171 Hannover
Tel. +49 (0)511 85 64 45 14
Mail ntfn-ev(ät)web.de
Web www.ntfn.de

Checkliste herausgegeben vom Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung

Deutschlandweites Hilfeportal

Hilfe für Flüchtlinge

Links zur Flüchtlingshilfe

Flüchtlingshilfe Bistum Hildesheim



Flüchtlingshilfe DBK

 

 

Texte auf dieser Seite wurden einer Informationsbroschüre der Prävention im Bistum Trier entnommen.