Schützen - Prävention geht alle an!

Prävention setzt auf eine Kultur des Hinschauens.

 
 

Warum betreiben wir überhaupt Prävention?

Dreirad mit zerbrochenem Lenker steht alleine auf grasdurchwachsenen Betonplatten.

In der jüngsten Vergangenheit der katholischen Kirche ist der Schutz der Kinder und Jugendlichen aus dem Blick geraten. Der Schutz der Institution, die für das Gute und das Heilige steht, stand im Vordergrund und es wurde weitgehend vom Schutz der Institutionen heraus gedacht und gehandelt. Warnzeichen wurden übersehen, mit denen sich der sexuelle Missbrauch ankündigt. Es wurden nicht nur Anschuldigungen nicht richtig verfolgt, sondern es wurden auch Anzeichen von Risikoverhalten übersehen, bis es zu spät war.

Die katholischen Bischöfe haben reagiert.

Durch die 2013 neu in kraftgetretenen Leitlinien, die "Rahmenordnung Prävention", den Präventionsordnungen, Konzepten und Ausführungsbestimmungen in den Bistümern hat die katholische Kirche einheitliche Grundlagen geschaffen, dass die Prävention von sexualisierter Gewalt zu einem „integralen Bestandteil“ der kirchlichen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und  Schutzbefohlenen geworden ist. Präventive Arbeit in unserer Kirche wird als eine Grundhaltung verstanden, die die Rechte von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen achtet, aktiv fördert und durchsetzt. Dazu benötigt wird ein sensibilisiertes Umfeld, das Aufmerksamkeit und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt und Grenzverletzung bietet.

Betreten verboten-Schild auf Bahnschienen
Ein Seil ist über einen Karabiner mit einem Balken verbunden.

Gewährleistet wird dieses sensibilisierte Umfeld durch institutionelle Maßnahmen und Standards.

Zum Beispiel über Verhaltensregeln, Fort- und Weiterbildungen, Angebote zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen, Partizipation und Beschwerdemanagement, sexualpädagogische Begleitung, Interventionspläne.
Ziel der Präventionsarbeit in unserem Bistum ist letztendlich die Vorbeugung und die Verhinderung von sexuellem Missbrauch an Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen in unseren kirchlichen Einrichtungen.

Die Rückbesinnung und Vergewisserung, dass sich der Schutz der Kinder und Jugendlichen auch aus der kulturgeschichtlichen und biblischen Tradition der Christen begründet, zeigt, dass Prävention von sexueller Gewalt und der damit verbundene Schutz von Kindern und Jugendlichen eine dauerhafte Aufgabe für die gesamte Kirche ist.

Der Hirtendienst Jesu schärft den Blick auf die Schwachen und besonders auf die Kinder.

Deswegen muss der Schwerpunkt gerade im Blick auf die Missbrauchsdebatte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen. Es liegt in der Verantwortung der Erwachsenen, Kinder und Jugendliche vor (sexualisierter) Gewalt zu schützen!

Prävention muss grundsätzlich und selbstverständlich in die tägliche (Erziehungs)- Arbeit mit Kindern und Jugendlichen integriert sein. Sie ist ein kontinuierliches pädagogisches Prinzip!

Ziel aller Präventionsmaßnahmen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen muss sein, diese zu stärken, damit sie sich gegen jede Form der Gewalt wehren können.

4 Jugendliche halten einen Ball mit ihren Köpfen in der Luft

Prävention hat in unserer Kirche eine besonders hohe Priorität erlangt. 

Menschen, die sich unserer Kirche anvertrauen müssen weiterhin spüren, dass der Kirche, das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Menschen wichtig sind. Die Kirche soll auch weiterhin ein sicherer Ort für unsere Kinder und Jugendlichen bleiben und sein.

 

Deshalb wird in einer Präventionsordnung festgelegt, wie das Bistum Hildesheim die Vorgaben der Deutschen Bischofskonferenz zur „Prävention von sexuellem Missbrauch (sexualisierter Gewalt) an Minderjährigen und Schutzbefohlenen“ umsetzen wird.

Für mehr Informationen und Dokumente zur Präventionsordnung klicken Sie hier:  

Präventionsordnung